Das neue Nationale Hockey-Trainingszentrum (NHTZ) nimmt Fahrt auf. Heute tätigten Vertreter der Stadt, der Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach (EWMG) als Bauherrin, des Deutschen Hockey Bundes (DHB) als Betreiber sowie der verantwortlichen Architekturbüros Otten Architekten und PA+ Architekten/one.vision Group den symbolischen ersten Spatenstich auf dem Grundstück der künftigen Kaltlufthalle. Besonderer Gast war NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, der im Vorfeld der Olympiabewerbung der Region Rhein-Ruhr für Olympische und Paralympische Spiele auf die Bedeutung des innovativen Hockey-Clusters verwies. Bund und Land NRW fördern den Bau einer Sportschule und einer ganzjährig bespielbaren Kaltlufthalle mit einem zweistelligen Millionenbetrag. Fördergeber ist die Staatskanzlei NRW.
In Mönchengladbach entsteht in den kommenden zwei Jahren ein europaweit einzigartiges Hockey-Cluster. Erste bauvorbereitende Maßnahmen wie die Rodung der Grundstücke und Umpflanzungen sind bereits erfolgt. Bis Ende 2027 sollen beide Gebäude an den DHB zur Nutzung bzw. zum hockeyspezifischen Innenausbau übergeben werden.
Das neue Trainingszentrum ist ein Motor für den Strukturwandel im Rheinischen Revier und insbesondere in Mönchengladbach. Es stärkt den HockeyPark als Image- und Wirtschaftsfaktor für die Stadt und die Vorteile, die sich für den deutschen Leistungssport Feldhockey im internationalen Wettbewerb daraus ergeben.
Die Feldhockey-Community ist zwar wesentlich kleiner als die des Fußballs, Mönchengladbach hat hier aber einzigartige Voraussetzungen für den erfolgreichen Ausbau des Hockey-Clusters. Die Stadt ist bereits Sitz des DHB und verfügt über das größte Hockeystadion Europas, in dem schon mehrere internationale Turniere ausgetragen wurden. Der Ausbau um eine Sportschule und eine ganzjährig bespielbare Kaltlufthalle zum Nationalen Hockey-Trainingszentrum verschafft dem Hockeystandort Mönchengladbach zusätzliche Strahlkraft und dem DHB die Möglichkeit, seine Trainings- und Lehrgangsaktivitäten effektiver zu bündeln.
Für die heimische Wirtschaft ergeben sich aus dem Bau und dem Betrieb des Trainingszentrums positive Effekte auf der Nachfrage- und der Angebotsseite. Rund 80 Prozent der Investitionen beim Bau werden, so die Schätzung, durch lokale und regionale Unternehmen erbracht, inklusive der entsprechenden Arbeitsplatzeffekte. Zudem führen Trainingslager, Turniere, Schulungen und Events künftig regelmäßig Menschen nach Mönchengladbach. Das bringt Dynamik in die Stadt und für die heimischen Hotels, Gastronomen und den Handel dauerhaft mehr Kundschaft.
Das NHTZ fügt sich in die Landesinitiative, im Sportland NRW die vorhandene Infrastruktur für den Leistungssport zu modernisieren und weiterzuentwickeln, um bundesweit und international wettbewerbsfähig zu bleiben. Welches Pfund Mönchengladbach hier zu bieten hat, zeigt die Bewerbung der Köln-Rhein-Ruhr für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036/40/44. Hier geht Mönchengladbach als Standort für die Hockey-Wettkämpfe ins Rennen.
Sportstätten haben einen besonders hohen Imagefaktor für eine Stadt und fördern die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Wohnort. Dies wiederum gehört zu den weichen Faktoren, die dazu beitragen, dass sich Unternehmen in Mönchengladbach ansiedeln. Der Nordpark hat hier mit seinem Leitbild „Arbeiten, Sport und Freizeit“ bereits nationale und internationale Player angezogen.
Stimmen zum Projekt
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Mönchengladbach ist der Hockey-Tempel in Europa. Hier trainieren die Nachwuchstalente, die uns in den letzten Jahren zu Welt- und Europameistertiteln geführt haben. Im größten Hockeystadion Europas haben zuletzt sowohl die Männer- als auch die Frauenmannschaft die Europa- bzw. Vizeeuropameisterschaft gewonnen, mit spektakulären Spielen vor unvergleichlichen Kulissen. Mit dem Nationalen Hockey-Trainingszentrum entsteht jetzt direkt neben dem HockeyPark eine Spitzensport-Infrastruktur auf höchstem Niveau. Mit Mitteln für das Rheinische Revier setzen Bund und Land ein starkes Zeichen und investieren gezielt dort, wo Leistung entsteht: in moderne Trainingsbedingungen, starke Standorte und nachhaltige Strukturen. Damit stärken wir den nationalen Hockeysport und geben starke, nachhaltige Impulse für Mönchengladbach und die Region. Zugleich legen wir damit auch eine wichtige Grundlage für unsere Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele. Als Sportland Nummer 1 schaffen wir die Voraussetzungen, damit Spitzenleistungen auch in Zukunft in Nordrhein-Westfalen zuhause sind.“
Oberbürgermeister Felix Heinrichs: „Mönchengladbach und Hockey – das passt zusammen. Das hat die fantastische Stimmung rund um die letzte Hockey-EM 2025 bewiesen. Mit der Förderung durch Land und Bund ist darüber hinaus nun der Weg frei für ein neues Hockey-Trainingszentrum, das international Maßstäbe setzt. Das neue Zentrum wird ganzjährig optimale Trainings- und Spielbedingungen für die Profis, aber auch für die Ausbildung von Nachwuchstalenten schaffen. Gleichzeitig stärkt es die Position des SparkassenParks als zentrale Bühne für kommende internationale Top-Events – von Europameisterschaften bis zu Weltmeisterschaftsvorbereitungen und sogar Olympischen Spielen. Mönchengladbach wird dadurch zum Zentrum für den deutschen Hockeysport und die Adresse für alle Profis.“
Dr. Ulrich Schückhaus, Vorsitzender der EWMG-Geschäftsführung: „Wir freuen uns, dass es nach intensiver Vorarbeit nun losgehen kann. Wir haben in den vergangenen Jahren immer wieder in den HockeyPark investiert. Mit dem Ausbau zum Nationalen Hockey-Trainingszentrum heben wir den Standort auf einen neuen Level, der nationale und internationale Strahlkraft hat – innerhalb der Hockey-Community ebenso wie für den Standort Mönchengladbach.“
Henning Fastrich, Präsident des Deutschen Hockey-Bundes: „Die Fertigstellung des Nationalen Hockey-Trainingszentrum voraussichtlich Ende 2027 markiert den Beginn einer neuen Ära für die Feldhockey-Community in Deutschland. Eine Ära, in der wir nachhaltig und leistungsorientiert in die Zukunft investieren. Besonders stolz macht uns, dass wir mit der Kaltlufthalle eine ganzjährige, witterungsunabhängige Trainingsmöglichkeit bieten werden. Das ist ein Meilenstein für den Hockeystandort Deutschland.“
Zum Nationalen Hockey-Trainingszentrum
Ergänzend zu den beiden bestehenden Plätzen und dem Verwaltungsgebäude des DHB entstehen auf einer Fläche von gut 3.000 Quadratmetern eine Sportschule mit 48 Zimmern, Schulungsräumen, Platz für Fitness- und Krafttraining und Physiotherapie. Den europaweiten Wettbewerb konnte 2020 Otten Architekten für sich entscheiden. Angrenzend an das Haupthockeyfeld errichtet PA+ Architekten, Teil der one.vision Group, auf knapp 11.000 Quadratmetern eine sogenannte Kaltlufthalle mit einem ganzjährig bespielbaren Platz nach Maßgabe der gültigen Richtlinien und Forderungen des Welthockeyverbandes. Die Halle ist in der geplanten Form und Gestaltung bisher einzigartig in Europa.
Ziel des Vorhabens ist es, ein Zuhause für die deutschen Nationalmannschaften und den Hockey-Nachwuchs aufzubauen, in dem ganzjährig optimale Trainingsbedingungen gegeben sind. Wie bereits die beiden bestehenden Plätze soll auch die neue Kaltlufthalle mit einem Olympia-Rasen und zusätzlich mit einem Bewässerungssystem und einer Rasenheizung ausgestattet werden, sodass die DHB- und andere Hockeyteams wetterunabhängig immer unter Wettkampfbedingungen trainieren können. Aber auch Vereinsmannschaften und andere Nationalmannschaften können das Leistungszentrum nutzen.

v.l.: Stefan Anspach (EWMG-Geschäftsführer), Martin Schultze (Sportdirektor DHB), Janann Safi (EWMG-Aufsichtsratsvorsitzender), Fritz Otten (Geschäftsführer Otten Architekten), Claudia Schwan-Schmitz (Technische Beigeordnete und EWMG-Geschäftsführerin), Dr. Ulrich Schückhaus (Vorsitzender der EWMG-Geschäftsführung), NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, Henning Fastrich (DHB-Präsident), Oberbürgermeister Felix Heinrichs, Kerstin Schaaf (EWMG-Geschäftsbereichsleiterin und -Prokuristin), Wolfgang Berge (Geschäftsführer PA+ Architekten | one.vision Group), Stefan Esser (EWMG Projektleiter) ©EWMG_Albuquerque


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