Ausschreibungen

Mönchengladbach wächst. An vielen Stellen im Stadtgebiet entsteht neuer Wohnraum. Beste Perspektiven für die Bürger, aber auch für Investoren. Jetzt ist die Zeit, die Entwicklung in Mönchengladbach mitzugestalten. Hier finden Sie aktuelle öffentliche Ausschreibungen.

Städtebauliches Gebotsverfahren: Waldhausener Straße 132-150

Objektdaten (Eingestellt am: 29.09.2020)

Objektnummer: 25871

Gemarkung: Mönchengladbach / Flur: 101 / Flurstücksnummer: 131, 132, 133, 173, 204

Grundstückfläche (gesamt): 3.424 m²

Stadtbezirk: Nord / Stadtteil: Gladbach

Straße: Waldhausener Straße 132-150

PLZ Ort: 41061 Mönchengladbach

Informationen zum Objekt

BP Nr.: 662/III (in Textform)

Erschlossen: ja

Bauverpflichtung: ja

Preisart: Gebot inkl. Konzeptidee/Architektur

Mindestgebot: 1.000.000,00 Euro

Projektbeschreibung:

Die Waldhausener Straße ist Teil einer historischen Straßenführung, welche – vom Alten Markt ausgehend – die Verbindung nach Westen in Richtung Hardt bildet. Sie hat Tradition in Mönchengladbachs Altstadt und besitzt durch ihre zentrale Lage Symbolcharakter. Als Verlängerung zur gleichnamigen fußläufigen Erlebnismeile über die Aachener Straße hinweg, eröffnet sich eine zentrumsnahe Bebauung im Stadtbezirk Nord, welche den Gebietscharakter eines Mischgebiets aufweist.

Die vorhandenen Aufbauten sind größtenteils abgängig und sollen einer Neubebauung weichen. Das östliche Wohngebäude Haus-Nr. 148-150 nebst rückwärtigem Garagenhof ist z.T. noch vermietet; die bestehenden Mietverträge sind durch den Investor zu übernehmen. Das Wohnobjekt kann nach eigenem Ermessen des Investors erhalten bleiben. In diesem Fall wird eine Neugestaltung der Fassade erwartet, die sich in die Architektur des zu entwickelnden Gesamtensembles einfügt.

Auf dem zu entwickelnden Kaufgegenstand lasten insgesamt 9 Stellplatzbaulasten, die vom Investor zu übernehmen sind.

Die Stadt Mönchengladbach plant perspektivisch die Neustrukturierung des Straßenraums in diesem Teilabschnitt der Waldhausener Straße. Eine Teilfläche des Kaufgegenstandes liegt gemäß Fluchtlinienplan A 479 innerhalb der Straßenverkehrsfläche. Die Gestaltung und der Ausbau des Straßenraumes für den betreffenden Teilbereich des Kaufgegenstandes ist mit der Stadt Mönchengladbach festzulegen. Der Investor wird hierzu einen Erschließungsvertrag mit der Stadt abschließen.

Der innerstädtische Stadtteil Gladbach ist geprägt durch Einpersonenhaushalte und unterrepräsentierte Altersgruppen bzw. einen geringen Anteil an Familien und Senioren, die in den kommenden Jahren verstärkt Wohnraum in integrierten Lagen nachfragen werden. Vor diesem Hintergrund sollte bezüglich der Zielgruppenausrichtung auf Vielfalt, soziale Durchmischung und auf die Deckung kleinräumigen Bedarfs abgestellt werden. Mit Blick auf die lokal unterrepräsentierten Altersgruppen sollte die Schaffung von Wohnraum für Familien und Senioren – somit die Errichtung von größere Wohnungen mit Gartenanteilen, und Wohnungen die den Ansprüchen von Senioren genügen (u.a. Barrierefreiheit, evtl. rollstuhlgerecht, etc.) – genauso berücksichtigt werden wie die Schaffung von kleinen Wohnungen. Wünschenswert sind in diesem Sinne quartiersorientierte Konzepte, die mindestens in Teilen der Bebauung Formen gemeinschaftlichen Wohnens integrieren und damit gesellschaftlichen Veränderungsprozessen Rechnung tragen (z.B. generations-übergreifendes Wohnen, Senioren-WGs, etc.). Eine ausgewogene Wohnangebotsmischung von gefördertem und freifinanziertem Wohnraum wird hierbei erwartet. Der Anteil an dem geförderten Wohnungsbau muss mindestens ein Drittel an der gesamt zu realisierenden Wohnbaufläche betragen.

Insgesamt wird mit der baulichen Entwicklung das Ziel verfolgt, die Urbanität und Attraktivität der Innenstadt Mönchengladbachs zu erhöhen sowie das Stadtbild in diesem Bereich der Waldhausener Straße aufzuwerten.

Für den Zuschlag/Verkauf ist neben dem Kaufpreis zwingend, dass der Investor ein für den Standort überzeugendes Nutzungskonzept und eine dem zentralen Standort angemessene Architektur vorlegt. Hierbei ist das geltende Planungsrecht zu beachten:

  • BP 662/III vom 15.12.2007 in Textform:
  • Art der Nutzung: Mischgebiet, gemäß dazugehöriger BauNVO GRZ max. 0,6,
    GFZ max. 1,2
  • Vergnügungsstätten (z. B. Spielhallen, Wettbüros), Bordelle und bordellartige Einrichtungen sowie Porno-Shops/Sex-Shops und vergleichbare Betriebe sind nicht zulässig
  • Darüber hinaus gilt § 34 BauGB
  • Fluchtlinienplan FL.A 479

Die Städtebauliche Fortführung der kleingliedrigen Gebäudestrukturen entlang der historischen Straßenflucht der Waldhausener Straße (Haus Nr. 114 bis 160) für die Hauptbauköper wird erwartet. Diese Straßenrandbebauung ist in zwei- bis dreigeschossiger, geschlossener Bauweise plus Satteldach in der ortsüblichen Bautiefe vorzusehen. Dabei sollte der kleinteilige Altstadtcharakter durch Vor- und Rücksprünge in den Gebäudefluchten in giebel- oder/und traufständiger Form eingeplant werden.

Neben der Schließung des Blockrandes ist eine Bebauung des rückwärtigen Grundstücksbereiches denkbar. Der hintere Teilbereich der Freifläche befindet sich in einer Hanglage, die im Zuge der Ausarbeitung eines Planungskonzeptes, bspw. durch ein in den Hang integriertes Garagengeschoss mit oberirdischer Bebauungsmöglichkeit, qualitativ berücksichtigt werden soll. Diese oberirdische Bebauungsmöglichkeit des rückwärtigen Grundstücksbereiches ist bis zu einer Gebäudehöhe von max. 68,60 ü. NN (Referenzhöhe Haus Nr. 122- 128) in aufgelockerter Bauweise als Anbauten (GRZ für Mischgebiet gemäß Baunutzungsverordnung max. 0,6 und GFZ max. 1,2) möglich. Dabei ist ein großzügiger Garten- bzw. Außenflächenanteil vorzusehen und die Außenflächen sind intensiv zu begrünen.

Die Festsetzung Mischgebiet eröffnet Investoren die Möglichkeit einer Projektentwicklung, die dem Wohnen dient, und der Unterbringung von Gewerbebetrieben, die das Wohnen nicht wesentlich stören (§ 6 BauNVO 1990).

Zur Sicherstellung der städtebaulichen Wertigkeit an dieser strategisch wichtigen Innenstadtlage ist die architektonische Gestaltung der Hochbaumaßnahme mit dem Dezernat VI bzw. dem Fachbereich 61 – Stadtentwicklung und Planung der Stadtverwaltung Mönchengladbach einvernehmlich abzustimmen.

 

Hinweis zum Energieausweis:

Ein Teil der vorhandenen Aufbauten ist in einem derart schlechten Zustand, dass eine Instandsetzung und Sanierung nicht sinnvoll und insbesondere betriebswirtschaftlich nicht zu vertreten ist. Im Hinblick auf den beabsichtigten (teilweisen) Rückbau der vorhandenen Aufbauten wird mit Ausnahme des Objektes Haus-Nr. 148-150 auf die Vorlage eines Energieausweises gemäß der Maßgabe der EnEV 2014 verzichtet.

Lage:

Der zu entwickelnde Kaufgegenstand befindet sich im Zentrum von Mönchengladbach, in Verlängerung zum fußläufigen Teilabschnitt der oberen Waldhausener Straße. Von hier aus sind der Alter Markt und die obere Waldhausener Straße mit deren vielfältigen gastronomischen Angeboten, die Haupteinkaufsmeile Hindenburgstraße sowie eine Vielzahl von Verwaltungsstellen sowie kulturelle und soziale Einrichtungen (Altenheim, Kindergärten, Kirche, Ärzte, Museum u.v.m.) unmittelbar fußläufig erreichbar. Die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr ist durch nahezu alle innerstädtisch verlaufenden Buslinien gesichert. Die Autobahnen A 61 und A 52 sind gut zu erreichen.

 

Sonstiges:

Der Bewerbungszeitraum beginnt mit der Veröffentlichung der Immobilie im Internet auf der EWMG-Homepage unter www.ewmg.de und endet am 15.12.2020, 12:00 Uhr. Der Zugang von Bewerbungsunterlagen kann per Mail oder postalisch erfolgen.

Im Mindestgebot von 1.000.000,- € ist bereits berücksichtigt, dass die Kosten für den Abriss der Haus-Nrn. 144 und 146 sowie für die Giebelsicherung in Höhe von insgesamt 55.000,- € noch durch den Investor getragen werden müssen.

Ansprechpartner bei eventuellen Rückfragen:

Planung

Frau Marion Scheel, Fachbereich 61 – Stadtentwicklung und Planung

Tel. 02161 25 8592, Mail: Marion.Scheel@moenchengladbach.de

Nutzung

Herr Joern Springer, Fachbereich 61 – Stadtentwicklung und Planung

Tel. 02161 25 9226, Mail: Joern.Springer@moenchengladbach.de

Liegenschaft

Herr Niko Papadopoulos, EWMG – Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach

Tel. 02161 4664 131, Mail: N.Papadopoulos@ewmg.de

Ansprechpartner bei eventuellen Rückfragen:

Planung

Frau Marion Scheel, Fachbereich 61 – Stadtentwicklung und Planung

Tel. 02161 25 8592, Mail: Marion.Scheel@moenchengladbach.de

Nutzung

Herr Joern Springer, Fachbereich 61 – Stadtentwicklung und Planung

Tel. 02161 25 9226, Mail: Joern.Springer@moenchengladbach.de

Liegenschaft

Herr Niko Papadopoulos, EWMG – Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach

Tel. 02161 4664 131, Mail: N.Papadopoulos@ewmg.de

Einreichungstermin bis:

15.12.2020, 12:00 Uhr

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